Frösche auf dem Sprung: Wird aus dem Zwei- ein Dreikampf?

vom 13. Dezember 2018 / Hans-Jürgen Wunder

Lange schien es, als würden der FC Martinsreuth und der FC Trogen die Meisterschaft unter sich ausmachen. Doch klammheimich hat sich die Guthke-Elf angeschlichen und könnte zum Rückrundenauftakt für eine Belebung beim Titelrennen sorgen. Dabei hat es der Auftakt im neuen Jahr in sich.

„Ich war nach der Partie gegen Trogen noch mit meinem Trainerkollegen Michael Ordnung und Torwart Fabian Rupprecht zusammen gesessen. Wir waren uns einig, dass wir noch weitere Punkte verlieren werden“, prophezeite Oliver Klein nach dem Gipfeltreffen, das seine Elf mit 0:2 verlor. Und er sollte recht behalten. Denn in den letzten beiden Partien vor der Winterpause strauchelten seine Martinsreuther bei Viktoria Hof und Ort/Oberweißenbach gleich zweimal mit 0:1 und liessen den ehemaligen Bezirksligisten bis auf drei Zähler heranrücken. Doch auch die Ordnung-Schützlinge konnten das heiße Eisen nach dem Erfolg im Spitzenspiel nicht schmieden. Gegen Eintracht Münchberg 2 und Frankenwald kam die Elf um Routinier Danny Buschner anschließend über eine Punkteteilung nicht hinaus und in Schauenstein setzte es zum Vorrundenabschluss sogar eine 1:2-Niederlage. Damit ist plötzlich der SV Froschbachtal wieder im Geschäft.

Vorteil Trogen: Beim ersten Aufeinandertreffen behielt die Elf um Fabian Gahn (re.) gegenüber Florian schwabe die Oberhand. Foto: anpfiff.info

Nur Trogen „muss“ rauf

„Vielleicht geht ja doch noch etwas“, meinte der Froschbachtaler Coach Roland Guthke unlängst im anpfiff-Gespräch und wirkte dabei völlig entspannt. Konnte er auch. Denn mit Platz 3 ist seine Elf absolut auf Kurs und nach sechs Siegen in den letzten sieben Partien kann man sogar einen scheuen Blick nach oben werfen. Trotzdem bleibt man geerdet. „Unser Ziel ist eine gute Vorbereitung. Der Kader bleibt zusammen, denn es macht ja keinen Sinn, im Winter neue Leute zu holen“, erteilt er allzu ambitionierten Plänen eine Absage. Denn er traut seinem Kader um den erfahrenen Keeper Benjamin Stumpf oder den Ex-Selbitzern Marco Bernegg oder Pascal Hager auch so zu, die Kreise des Führungsduos empfindlich zu stören. Sollte dann doch noch die Überraschung gelingen und man den Sprung in die Bezirksliga schaffen, müsste man allerdings reagieren. „Da müssten wir uns auf drei oder vier Positionen verstärken -oder aber unsere Leistungsträger mehr trainieren.“ Deutlich entschlossener zeigten sich die Trogener nach dem unglücklichen und aus recht dubiosen Abstieg aus der Bezirksliga. „Von mir wird der Aufstieg erwartet“, machte sich der neue Trainer Michael Ordnung von Beginn an keine Illusionen. Freilich hatte er nach den Abgängen von Christian Pätz, Dennis Nenzda, Dominic Kubinec oder Ex-Spielertrainer Florian Narr-Drechsel besonders mit der Kaderbreite zu kämpfen. Doch hier wurde jetzt zumindest teilweise Abhilfe geschaffen, weil in der Winterpause mit dem ehemaligen Hofer Jugendspieler Jonas Werner und dem langjährigen Waldsteiner Alexander Walter in Breite und Tiefe nachgelegt wurde. Weitere Wintertransfers könnten noch kommen und mit den lange verletzten  Dennis Langheinrich oder dem ehemaligen Döhlauer Frederik Mölter hat man noch gute Leute in der Hinterhand.

Kann Marco Bernegg (re.) mit seinen Fröschen noch einmal vorne ranschnuppern? Foto: anpfiff.info

Frühe Vorentscheidung

Dass sich der gut geführte FC Martinsreuth in der Kreisliga ganz wohl fühlt, ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem sucht die Truppe um Rekordtorschütze Philipp Mölter natürlich die sportliche Herausforderung und würde sich der Bezirksliga nicht verschließen, wie FC-Coach Oliver Klein gegenüber anpfifff.info versicherte. Obwohl man mit Außenverteidiger Maximilian Pflaum, der mit Timo Haberzettl zurück nach Oberkotzau ist, eine Stammkraft verloren hat, gilt es, die Spitzenposition zu verteidigen. Denn im hinteren Mannschaftsteil hatte Klein ohnehin die Qual der Wahl und vorne richtet es nach wie vor Tormaschine Mölter. Den entscheidenden Hinweis, wie die Rückrunde laufen könnte, bekommt der Spitzenreiter gleich Ende März – da empfängt man dann Verfolger SV Froschbachtal.

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Dieser Beitrag ist aus dem Online-Fußball-Magazin anpfiff.info.
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